Warum die Kritik an veganer Ernährung stimmt!

„Ja, ich gebe es zu:  Kritik an veganer Ernährung ist gerechtfertigt…“Kritik an veganer Ernährung

„Es kann zu seinem Mangel an Eisen, Kalzium, Vitamin B12 und Vitamin D kommen [bei veganer Ernährung]“
– Marget Morlo, Verband für Ernährung und Diätik

… wenn man sich von Junkfood und ohne Plan ernährt!

“ Wenn ich vegan lebe, aber nur Junkfood zu mir nehme, ist das natürlich nicht gesund. Man muss sich schon ausgewogen ernähren.“
– Christian Vegedes, Vorsitzender der Veganen Gesellschaft Deutschland

  • Du wirst von viel negativer Kritik an veganer Ernährung von deinem Entschluss abgebracht?
  • Du zweifelst noch etwas, ob dir vegane Ernährung wirklich gut tun wird?
  • Dir sind die Argumente gegen vegane Ernährung zu überzeugend?

Dann zeige ich dir, warum du heute noch den Einstieg in die vegane Ernährung machen wirst.

Du lernst all die „Gefahren und Risiken“ der veganen Ernährung kennen (Sorry aber Ironie Alarm!!).

Und was an negativer Kritik an veganer Ernährung wirklich dran ist.

Argumente gegen vegane Ernährung und ihre Schwächen

– 1. Kritik an veganer Ernährung betrifft die Evolution

-2. Kritik an veganer Ernährung: Evouliton„Die Evolution hat es bewiesen: ohne Fleisch-Konsum wären wir nicht zu dem geworden, was wir heute sind!“

Gut gemeinter Rat, welcher jedoch auf Unwissen gepaart mit schlechter Vermittlung basiert.

Es war für den frühen Menschen (Homo sapiens) ein enormer Entwicklungs-Boost, als er mehr als nur rohe Speisen konsumierte. Jedoch liegt der Fokus auf dem Kochen und Weiterverarbeiten von Lebensmitteln über / mit dem Feuer. Das dadurch unteranderem Fleisch gebraten wurde, ist logisch.

Jedoch ist wichtig zu wissen, dass der frühe Mensch in dieser Zeit auch eine Entwicklung in der Verdauung erlebte. Denn neben den gekochten Speisen, war es möglich auch stärkehaltige Pflanzenteile besser zu verwerten. Diese 2 Komponenten waren unter anderem entscheidend für den Evolutions-Boost, jedoch definitv nicht alleine das Fleisch!

+ 1. Vorteil an veganer Ernährung ist deine persönliche Gesundheit

+1: Vorteil der veganen Ernährung: deine GesundheitKlingt allgemein, unspezifisch und schon oft gehört. Jedoch ist folgendes entscheidend für den Unterschied zw. Mangelernährung und vitaler Fitness.


„Es spricht absolut nichts dagegen, sich vegan zu ernähren. Wenn man auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr achtet, ist es sogar sehr gesund“



- Prof. Johannes Wechsler, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner

So und was heißt jetzt ausgewogene Nährstoffzufuhr?
In anderen Worten: Abwechslung an pflanzlich unverarbeiteten Lebensmitteln. Oder ganz einfach: viele verschieden farbige Lebensmittel essen / kombinieren / testen und diese möglichst roh oder schonen (dampfgaren, sanft kochen) konsumieren. Fertig. Nix mit hochkomplizierten Studien oder sonstigem kcal-Tracking, monatliches Blutbild oder was es sonst noch so alles gibt. Achte auf viel Abwechslung, sei kreativ in der Verwendung und dein Körper wird dich mit einem fetten „DANKE“ belohnen.

– 2. Kritik an veganer Ernährung ist die Angst vor Veränderung


"Wenn jetzt plötzlich alle vegan wären: wer trinkt den dann die ganze Milch?"



-

Wenn du diese Frage hörst ist eins klar: da hat jemanden sich null Komma nix mit der Herkunft seiner „Lebensmittel“ beschäftigt.

Background Infos über Milch

-2. Kritik an veganer Ernährung: Angst vor VeränderungKühe geben (wie Frauen auch) nur Milch an ihre Säuglinge, wenn sie schwanger sind. D.h. nachdem die Kuh ein Kalb geboren hat, kann sie zu Versorgung ihres Kindes, dieses mit selbst produzierter Muttermilch versorgen. Klingt eigentlich ganz gut und logisch.

Wäre da nicht der enorm krasse Bedarf an Milch und die pure Ausbeutung dieses Effektes durch chemische Substanzen.
Denn die Realität sieht unschöner aus: Kühe werden schnellst möglich künstlich befruchtet, um den Prozess der Schwangerschaft + Milchproduktion zu starten.
Das Kind wird sofort nach der Geburt der Mutter entrissen, denn dies würde in der Milch-Produktions-Ablauf „stören“.

(Notiz: männliche Kälber werden meist sofort geschlachtet, weibliche schnellst möglich zu Milch-Kühen hoch gezüchtet)

Nachdem die Kuh nun endlich Milch geben kann, wird sie ausgepumpt bis zum Maximum. Nachdem jedoch eine Kuh nach kurzer Zeit das Kalb nicht mehr mit Milch versorgen müsste, wird kräftig nachgeholfen: die Kühe werden mit Hormon-Cocktails schwanger gehalten. Ziel: maximal viel Milch, in möglichst kurzer Zeit und das ganze über eine lange Zeitspannen hinweg.

Das Ergebnis ist eindeutig: Krankheiten, qualvolles Leben und ein maximale Lebenserwartung von ca. 4 -5 Jahren. Was ¼ der eigentlichen Lebenserwartung von ca. 20 Jahren ist.
Deshalb mein Rat: Lass die Milch ab sofort einfach weg.
Die Pflanzenwelt bietet durch industrielle Verarbeitung ca. sämtliche Arten von Alternativ-„Milch“ an: Reis, Soja, Macadamia, Mandel, Haselnuss, Cashew. Das ganze miteinander kombiniert, einzeln, mit Kakao oder Vitaminen zugesetzt. Teste einfach aus und schaffe dir eine gesunde Alternative.

+ 2. Vorteil an veganer Ernährung ist der Genuss und Spaß am Essen

+2. Vorteil von veganer Ernährung: SpaßEssen verbindet. Ob nun gemeinsam kochen, liefern lassen oder essen gehen. Zusammen essen verbindet, macht Spaß und tut gut.
Auch wenn du alleine isst: Essen schafft Wohlbefinden.
Kennst du das Gefühl, wenn du hungrig bist und dir dann mit Genuss und in Ruhe ein leckeres Essen gönnst? Ich liebe es (und gehe deshalb auch oft Essen bzw. koche gerne :D).


„Aber Nikolai, ich koche nicht gerne und immer Essen gehen wird auf Dauer auch zu teuer?!“




Keine Sorge, hier gibt es einige Tipps von mir, welche dir das ganze erleichtern und mit Spaß versehen sollen.

1.Hab Spaß. Klingt einfach, aber setzte es auch um. Mache dir gute Musik an, tanze, lache. Egal ob alleine oder mit Freunden / Partner: genieße die kleine Auszeit.

Mach das was du tust bewusst und schalte ab. Du kannst auch Hörbücher oder Podcast hören, deine Lieblingsmusik oder einfach nur etwas untermalende Musik.
Kein Bock auf Musik und co.? Dann schalte möglichst alle Lärmquellen ab (außer natürlich grad verwendeten Küchengeräte) und genieße einfach mal die Ruhe.

2. Schaffe dir gutes Equipment an. Mit stumpfen Messern, alten oder zu kleinen Pfannen und fehlender Ausstattung kann kochen gar kein Spaß machen. Mach es dir einfach und schaffe dir einmal hochwertige Produkte an, welche dir langfristig das Leben erleichtern werden.

Für mehr Inspiration dazu empfehle ich dir beim nächsten Kochen einfach folgende Podcast Folge:marathonfitness.de/grundausstattung-kueche/

3. Sei kreativ. Plane am Wochenanfang oder Ende (Montag oder Sonntag), was du wann isst. Das stellt sicher dass du Abwechslung und Spaß hast.

Du kennst es bestimmt auch: Du hast ganz coole Zutaten, jedoch steht am Ende immer ein sehr ähnliches Gericht auf dem Esstisch. Bei mir endet ungeplantes Essen machen, meist in einer einfachen Gemüsepfanne mit Tomatensoße. Klar ab und zu echt lecker, auf Dauer nimmt es dir Spaß am Kochen und die Freude auf neue Gerichte.

– 3. Kritik an veganer Ernährung: „vegan ist nicht gleich gesund“ oder „vegan = ungesund“

-3. Kritik an veganer Ernährung: vegan = ungesundDas Knüpft an den 1. Vorteil von veganer Ernährung an.
Klar, wer nur scheiße isst und null auf gesunde Lebensmittel (also Stoffe die noch leben in sich tragen und nicht verarbeitet, gekocht und sonst wie „vergewaltigt“ wurden) achtet, der muss ja in einen Mangel an allem möglichen kommen. Schließlich kann der Körper aus Scheiße kein Gold machen.
Mein Ratschlag für Diskussionen: stimme dieser Art von Kritik erst mal zu und erwähne ruhig die Junk-Food-Mangelernährung. Erkläre aber auch direkt im Anschluss, was du anders machst. Nenne deine positive gesundheitliche Veränderung und lass Einblicke in deinen Alltag zu. So zeigst du, das du mit Verstand an die Sache ran gehst.

Und glaub mir: viele Kritiker der veganen Ernährung legen selbst einen Scheiß auf ihre eigene Gesundheit (sie sind halt nur stark im kritisieren anderer).
Wer viel Obst und Gemüse isst nimmt automatisch mehr Vitamine, Mineralien und Antioxidantien auf.
Fazit: Schütz deinen Körper und esse viel gesundes Zeug.


"[Antioxidantien,] Das sind Stoffe, die die Zellen vor Schäden schützen und ihre Entartung verhindern. Und als Veganer nimmt man sie in besonders hohem Maße auf“



- Zehra Karadeniz, Verband der Oecotrophologen

+ 3. Vorteil der veganen Ernährung ist die Stärkung deines Egos

+ 3. Vorteil von veganer Ernährung: dein EgoWas? Vegane Ernährung steigert mein Ego?

In gewisser Weise schon: denn wenn du deine Gesundheit steigern willst, bessere Haut haben willst, mehr Lebensenergie und so weiter, dann liegt der Fokus nur bei dir. Und das ist sehr gut so. Viel zu oft wirst du von äußeren Einflüssen bestimmt und bist darauf fokussiert.

Jedoch verlernst du schnell auf dich und deine innere Stimme zu hören. Nix esoterisches. Einfach mal für seinen Körper und sein gesundheits-Ego den Fokus auf die Ernährung und das eigene Wohlbefinden legen.

Gerade wenn du aus gesundheitlichen Gründen den Weg der veganen Ernährung gehst, ist etwas Egoismus sehr förderlich.

– 4. Kritik an veganer Ernährung ist die unnatürliche Ernährungsweise

Oft wird angeprangert, dass vegan leben so unnatürlich ist.

„Tiere haben wir Menschen schon immer gegessen“ … „Ohne Tiere wären wir nicht, dass was wir heute sind“ (-> Siehe 1. Kritik an veganer Ernährung) …usw.

- 4. Kritik an veganer Ernährung: unnatürliche LebensweiseSicher hast du auch schon so einigen Müll an Behauptungen an den Kopf geworfen bekommen. Ja das ist Müll. Ich will damit niemanden beleidigen und viele bekommen diesen Müll durch Medien oder andere Informationsquellen so geliefert. Jedoch empfehle ich dir, solche Aussagen erst mal auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen oder einfach zu ignorieren.

Denn eins ist klar: Wer in unsere Konsumgesellschaft lebt, Auto und Haus besitzt, jährlich in den Urlaub fliegt und nicht alles selbst anbaut, ist sowieso sehr weit entfernt von einem natürlichen Lebensstil. Ist halt nun mal so. Man muss manche seiner Mitmenschen erst mal auf diese Tatsache aufmerksam machen.

Die eigentliche Frage hinter solchen Aussagen ist meistens, ob vegane Ernährung den wirklich gesund sein kann. Und nachdem du lieber Leser diesen Artikel gerade liest, zeigst du Verstand und Interesse daran, diese Frage richtig zu beantworten.

+ 4. Vorteil der veganen Ernährung ist der Umweltschutz

+ 4. Vorteil von veganer Ernährung: UmweltschutzNeben deinen eigenen Vorteilen (Vorteil 3 Egoismus), dankt dir deine Umwelt auch immens für den Weg zur veganen Ernährung.
Zum einen werden Anbauflächen auch wirklich dafür genutzt den Menschen zu ernähren. Den ca. 90 % des angebauten Getreides dient nur als Futtermittel für die Tierhaltung. (Notiz: was für eine Verschwendung und Ineffizienz!)

Zum anderen stoppst du durch deine bewusste Entscheidung, die Umweltzerstörung durch Rodung von Grünflächen und den drauf entstehenden Anbau von Monokulturen.

Ein daraus resultierende Effekt welche dein Leben und vor allem das Leben unserer Nachfahren stark positiv beeinflusst ist die Nachhaltigkeit. Ganz klar: weniger Umweltzerstörung, Weniger Ausbeutung und weniger schädliche Massentierhaltung, führt zu einer gesünderen und langlebigeren Welt.

Fazit: du sicherst dir und deinen zukünftigen Generationen das Leben auf einem gesunden Planeten.

Um mal ein Gefühl für den Unterschied zw. Fleisch-Konsum und vegan zu bekommen, kannst du im ökologischen Fußabdruck mal etwas rum spielen.

– 5. Kritik an veganer Ernährung: vegan = super teuer und überhaupt nicht alltagstauglich

Wer vegan mit täglichem Einkauf in Reformhäusern, Bio-Läden und sonstigen Spezial-Produkten verbindet liegt komplett falsch. Klar gibt es in solchen Läden interessante Produkte, jedoch kaum etwas für den täglichen Konsum.
Wenn du bei veganer Ernährung auf viel Obst und Gemüse setzt, hast du mehrere Vorteile

1.Kaufe regional und saisonal und spare dadurch viel Geld. Den Import, Transport und Verkauf erhöhen den Endpreis. Spare dir das Geld. Damit du einen monatlichen Überblick über saisonale Produkte bekommst, trag dich einfach in den Newsletter ein. Dann ist dir das monatliche Update zu saisonalen Obst und Gemüse sicher.

Starte deine vegane Veränderung!

Kostenlos. Kein Spam. Jederzeit problemlos kündbar.

2. Du lebst ausgewogen und gesund. Klar, wer viel Obst und Gemüse ist und das möglichst schonend verarbeitet, der bietet seinem Körper alles Nötige an Vitaminen und Mineralien. Tu es für deine Gesundheit.

3. Mach`s dir einfach. Einfache Rezepte suchen, auf den Wochenmarkt oder Supermarkt einkaufen gehen und kochen stellt keine große Hürde dar. Wenn du jedoch für jedes Gericht durch x Bio-Läden rennen musst, sehr spezielle und teure Zutaten brauchst und das ganze sehr zeitaufwendig zubereitet werden muss ist eins absehbar:
Demotivation und Frust.

Teste ab und zu Spezial-Rezepte, aber mache dir deinen Alltag einfach.

Fazit: Koche mit Lebensmitteln und ergänze mir Spezial-Zutaten.

+ 5. Vorteil der veganen Ernährung ist die Tierliebe

+ 5. Vorteil von veganer Ernährung: TierliebeWer Hunde streichelt, mit Katze schmust und dann Schwein und co. isst, hat irgendetwas nicht so ganz verstanden. Aussagen wie

„Ich habe das Tier ja nicht lebend gesehen“ oder „Das ist was ganz anderes wie ein Haustier“

stoßen bei mir auf Unverständnis. Mach dir bewusst, dass sowohl das geschlachtete Schwein / Rind wie auch die Katze / Hund bei dir zuhause, beide gleichberechtigten Lebewesen sind.

Des Weiteren symbolisierst du durch eine vegane Ernährung, ganz klar die Ablehnung von Massentierhaltung mit ihrer Ausbeutung bei der Zucht und der Gewalt gegen wehrlose Tiere.

Fazit: Mache dir bewusst, was du isst und woher es kommt.


95% der Rinder und 97% der Hühner in Deutschland werden auf konventionelle Weise in Großbetrieben gehalten; bei Schweinen leben sogar 99% in der Intensivtierhaltung. 100% aller Tiere enden im Schlachthaus.



VeganBlog.de

– 6. Nachteil an veganer Ernährung ist die „willkürliche Grenzen zw. fühlenden und nicht fühlenden Lebenswesen“

-6. Kritik an veganer Ernährung: Grenzen?Ja, wir Veganer bekommen meist sämtliche Abneigung und allen Frust abgeladen. Warum? Kein Plan, aber dieser Punkt verdeutlicht genau das: es wird krampfhalft nach allen möglichen Argumenten gegen die vegane Ernährung gesucht.

Mal ganz ehrlich: Ein Tier und eine Pflanze sind nicht das gleiche. Ich sehe einen ganz klaren Unterschied zw. dem Töten eines Tiers und dem „Töten“ einer Pflanze. Ja vielleicht haben Pflanzen auch irgendwelche Arten von „Schmerz“, jedoch ist das eher esoterischer Glaube als alles andere.

Was eindeutig ist: Tier empfinden Leid, Schmerz und Kummer. Und das gilt es zu vermeiden. Ob dahinter deine egoistischen Gründe stehen oder der Fokus auf den Tieren liegt, ist herzlich egal. Wichtig ist: ändere was! Heute noch!

Und ja es stimmt natürlich, dass auch Pflanzen Strategien, um auf Verletzungen zu reagieren, die ist mit der Empfindungsfähigkeit von Tieren aber nicht vergleichbar.

Fazit: Mach dir deine Grenzen bewusst und beantworte folgende Frage in den Kommentaren:

Siehst du auch einen klaren Unterschied zw. Pflanzen „töten“ und Tiere töten? Schreib mir deine Meinung dazu in die Kommentare!

+ 6. Vorteil der veganen Ernährung ist die Vorbildfunktion für dich und andere

+ 6. Vorteil von veganer Ernährung: Vorbildfunktion„Live it or let it“. Nur wenn du deine Werte, dein Gelabber und deine Ansprüche an die Umwelt selbst lebst, kannst du erwarten, dass diese auch umgesetzt werden. Und das gilt sowohl für deine Ernährungsziele als auch für alles andere.

„Sei selbst der Wandel, den du in der Welt sehen willst.“ sagt Mahatma Gandhi.

Klar, wenn du begeistert bist von der veganen Ernährung, wünscht du dir dass sich jeder so ernährt. Aber mache langsam. Strahle deine Begeisterung aus, ohne jeden sofort damit zu nerven. Missioniere nicht, sondern lebe deine Einstellung.
Koche dir leckere Rezepte, hab Spaß am Leben. Sei fitter als der Rest. Und nach und nach wird das Interesse an deiner „Wunderformel der Gesundheit“ erfragt.

Dann ist Showtime: Hau raus an Informationen, was du schon alles aufgesaugt hast. Teile deine Learnings. Sag was es zu beachten gibt. Schlage gemeinsame Koch-Sessions vor. Unterstütz jetzt du die Menschen, welche deine Hilfe wirklich wollen.

„Erst wenn du anderen etwas erklärst, verstehst du es selbst zu 100%.“

Genau das mache ich auch gerade. Ich setzte mich tiefgründig mit Themen auseinander, über die ich „eigentlich ganz gut Bescheid weiß“. Dabei stelle ich Probleme, Wissenslücken und co. schnell fest, lerne daraus für mich viel und liefere dir Mehrwert für dein Leben. Nutze auch du diesen einfachen aber sehr lehrreichen Effekt.

Fazit: Nicht Missionieren, sondern Informieren!

Fazit zur Kritik an veganer Ernährung

Viel Lärm um nichts…naja fast. Meistens wird mit Halbwissen, Mythen und Unwissenheit um sich geworfen, statt einfach mal normal nachzufragen. Du hast jetzt 6 Vorteile und 6 „Nachteile“ der veganen Ernährung gelesen. Nutze diese für deine eigene Überzeugung und Motivation. Des Weiteren kannst du so Kritikern ziemlich schnell den gar ausmachen (natürlich rein auf ihrer Kritik-Ebene) und selbst entspannt leben.

Wenn du mehr zu dem Thema Pro- / Contra vegane Ernährung lesen willst, schaue hier mal vorbei:

Schreib mir in die Kommentare, ob du schon mit derartiger Kritik konfrontiert worden bist. Wenn ja, wie hast du darauf reagiert?

Make a vegan change!

Nikolai Weidner


Bildquellen

Gefällt´s dir? Neues entdeckt? Motiviert für dein veganes Abenteuer?
Super, dann hau in die Tasten und inspiriere auch andere damit.

#VeganChanger teilen Inspiration & Motivation!

Danke für’s lesen. Starte jetzt in dein Abenteuer durch!
„Wie?“
Mit meinem veganen Outing.
„Warum?“
Damit du geilste Version DEINES Lebens entdeckst!

NikolaiWeidner-de Veganes Outing - Wie du deiner Oma heute noch erklärst, dass du jetzt Veganer bist!

Kostenlos. Spam ist für Idioten.
Du kannst es jederzeit abbestellen.

4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Nikolai,

    ich bin über den Link den Du auf meiner Homepage hinterlassen hast zu Dir gekommen. Gerade den Bereich Umwelt und vegane Ernährung sollte man nicht nur positiv sehen. Wenn man nicht aufpasst kann man als Veganer genauso die Umwelt zerstören wie der „gewöhnliche“ Fleisch- oder Allesesser.

    LG
    Marco

    1. Hi Marco,

      cool das du vorbeischaust 🙂
      Guter Punkt. Deshalb plädiere ich immer sehr für regionale und saisonale Lebensmittelauswahl. Klar, wer nur den hochverarbeiteten Industrie-Müll zu sich nimmt schadet sich und der Umwelt.

  2. Hallo Nikolai,

    ich bin auch über Marcos Seite zu dir gekommen. Ein paar Punkte hätte ich aber, die ich gerne zu deinem Beitrag schreiben möchte. Das soll keineswegs ein Angriff, sondern neutral zu verstehen sein. Mein Mann und ich haben einen Biomilchhof und da kenne ich mich natürlich im Bezug auf Milchwirtschaft recht gut aus. Die von dir geschilderten Sachen treffen sicherlich auf die Massentierhaltung und riesen Betriebe zu, aber nicht in jedem Punkt stimmt es auch mit den kleinen Betrieben überein.
    Es ist richtig das eine Kuh jedes Jahr ein Kalb bekommen muss um Milch zu geben.
    Es ist ebenfalls richtig dass das Kalb von der Kuh getrennt wird. Wir persönlich trennen die Kuh nicht direkt nach der Geburt, denn das setzt der Kuh wirklich sehr zu. Sie „schreien“ tagelang nach ihrem Kalb – das möchten wir nicht. Bei uns darf das Kalb länger bei der Mutter sein. Wir trennen erst wenn die Mutterkuh das erste Mal wieder gestierig ist. An dem Tag gibt die Mutterkuh keine Milch mehr an ihr Kalb (die Kuh ist mit der Gestierigkeit beschäftigt und weniger auf das Kalb fixiert). Trennt man an diesem Tag geht es recht gut und da wir nachzüchten ist das Kalb irgendwann sowieso wieder in der Herde.
    Bei uns auf dem Hof (wie gesagt, wir sind bio), bekommen die Kühe keine Hormone oder andere Medikamente – es sei denn sie sind wirklich krank oder verletzt. Unsere Kühe haben Hörner, bei kleinen Machtkämpfchen in der Herde gibts da schon mal eine Verletzung. Wusstest du das Kühe eine Rangordnung in der Herde haben und diese ausfechten? Unsere Kühe sind im Sommer auf der Weide, im Winter haben sie einen großen Laufstall mit Außengehege. Angebunden wird bei uns nicht. Bevor wir Medikamente geben, versuchen wir es erst mal mit Homöopathie. Globolis und selbstgemachte Calendulacreme helfen bei kleinen Sachen oft. Äußerst wichtig ist auch die Klauenpflege, da kann man viele Sachen vermeiden und der Tierarzt muss erst gar nicht kommen.
    Ein weiterer Punkt ist das „hochzüchten“. Unsere Kühe sind keine Maschinen und wir züchten keine Hochleistungskühe. Da unsere Kühe nur Gras (im Sommer) bzw Heu, Silo (im Winter) fressen, geben sie deutlich weniger Milch als in der konventionellen Variante. Unsere Kühe geben im Schnitt 9-11 Liter (In der Industrie sind das locker über 20). Unsere Kühe werden aber auch erheblich älter.
    Es liegt auch an der Rasse. Wir haben Vorderwälder – die geben weniger Milch, sind aber im Schwarzwald heimisch. Sie kommen mit steilen Hängen besser klar und haben dadurch ebenfalls weniger Verletzungen wie z.B Fleckvieh. 4-5 Jahre Lebensdauer mag in der Industrie stimmen, unsere älteste Kuh ist derzeit 14 Jahre alt.
    Das männliche Kälber verkauft werden ist ebenfalls zutreffend. Leider kann man pro Herde nur einen Bullen halten. Das hat den Grund weil Bullen recht aggressives Temperament mitbringen. Sie bekämpfen sich gegenseitig und zwar so lange bis einer tot ist. Das ist normales Herdenverhalten. Natürlich kann ich verstehen wenn man damit nicht einverstanden ist, dass die Kälber verkauft werden und ggf. geschlachtet. Außerdem ist es so das ein Bulle zur Nachzucht leider oft nicht tauglich ist. Bei uns ist es nämlich so das der Bulle die Kühe „bespringt“ und wir nicht künstlich besamen. Es würde Inzucht geben wenn wir einen Bullen unserer eigenen Kühe behalten. Wir müssen demnach in regelmässigen Abständen einen „Fremdbullen“ kaufen bzw. kann es auch sein das man mal den Bullen vom Nachbarhof zur unseren Kühen bringt – das geht dank kleiner Distanz recht gut. Künstlich besamt wurde bei uns schon lange nicht mehr. Wieso auch? Das ist sehr teuer und bei einem kleinen Betrieb (wir haben 40 Kühe) nicht notwendig.
    Das ist mein letzter Punkt auf der Liste. Ich würde vielen Vegetarier bzw auch Veganern mal empfehlen einen Hof in der Nähe zu besichtigen und nicht alles aus dem Internet sofort zu glauben. Es ist teilweise richtig, aber nicht immer – das sieht man ja an meinen Beispielen. Desweiteren wüsste ich gerne was mit den Kühen passieren soll wenn niemand auf der Welt mehr Milch oder Fleisch zu sich nehmen möchte. Das ist eine ernstgemeinte Frage: Kühe leben hier nicht in freier Wildbahn und sie sind keine Haustiere. Wenn man aus Kühen keinen Gewinn erzielt als Landwirt (keine Milch oder Fleisch verkauft), warum soll man sich dann welche halten? Kühe trinken jeden Tag über 50 Liter Wasser und fressen Heu, Silo, Gras usw. Man hält sie nicht einfach so. Wenn also jeder Bauer in Deutschland keine Kühe mehr hält – was passiert dann mit den Kühen? Gibt es die dann nur noch im Zoo? Habe diese Frage schon oft gestellt und bisher konnte mir keiner eine gute Antwort darauf liefern.

    So, das war nun ein langer Beitrag. Wie gesagt, es ist nicht meine Absicht „Pro-vegan“ oder „contra-vegan“ zu sein. Ich finde viele deiner Punkte wahr und richtig. Es war mir aber wichtig auch aufzuzeigen das es nicht überall so läuft wie es oft verbreitet wird.

    Karin

    1. Hi Karin,

      danke für deinen ausführlichen und ehrlichen Kommentar Ich finde genau diese „Auseinandersetzungen“ Grundlage einer ehrlichen und informierten Meinung.
      Okay. Schön, dass ihr mitfühlender mit den Tieren bei der Geburt umgeht. Denke das macht schon mal einen großen, positiven unterschied zur Massentierhaltung. Jedoch bin ich immer noch kein Fan davon Mutter und Kind zu trennen. Ich stelle mir das Szenario immer beim Menschen vor…unangenehm -.-

      Könnt ihr nach der Trennung des Kalbes von der Mutter weiterhin Milch von der Mutter bekommen? Oder ist das nur in dem Zeitfenster zuvor möglich?
      Sehr schön, dass ihr bei der Gesundheit der Tiere auf natürliche Mittel setzt. Gerade der hohe „Konsum“ der Tiere von chemischen Stoffen macht das Endprodukt deutlich gesundheits-schädlich.
      Dass es eine Randordnung innerhalb der Herde gibt war mir neu, danke für die Info. Man lernt ja nie aus

      Gerade euer Bio-Hof scheint in Bezug auf die Gesundheit der Tiere und deren Wohlbefinden sehr vorbildlich zu sein. Ich hoffe dieses positive Verhalten weitet sich mit der Zeit aus…
      Schön, dass ihr auch bei der Ernährung auf Natürlichkeit setzt.
      Mit was werden konventionelle Kühe gefüttert, um eben die mehr Leistung an Milch zu erbringen?

      Schön wenn eure Kühe auch nach ihrer „hoch-Zeit“ noch weiterhin in Ruhe leben dürfen. Denn die kurze und ausgenutzte Lebensspanne finde ich scheiße! Dafür sind die Tiere definitiv nicht da.
      Okay, interessant zu erfahren, dass 2 Bullen sie gegenseitig bis zum Tode bekämpfen würden. Das erzwingt natürlich den Weiterverkauf.

      Okay, d.h. ihr kauft dann externe Bullen bei euch ein, wenn ihr welche braucht?

      Schön dass ihr auch bei der Fortpflanzung nahe der Natur bleibt. Weißt du ob es „Standard“ ist in Massenbetrieben künstlich zu befruchten? Oder ist das eher die Ausnahme?
      Danke nochmal für deine Auskunft. Sehr schön von einer „Insiderin“ Informationen zu bekommen.

      Zum letzten Punkt: Ja, es ist mittlerweile wahrscheinlich nicht mehr möglich Kühe „einfach so“ in freie Wildbahn zu entlassen. Der Grund ist jedoch die Zucht selbst. Denn durch die Zucht starben „natürliche“ Rassen meistens aus. Die Zucht-Tiere sind an Ställe, Futter und co. gewöhnt. Und somit nicht mehr wirklich fähig für sich selbst zu sorgen.
      Gerade wenn es Richtung „optimierte Zucht“ geht, würde ein Leben in freie Wildbahn kaum möglich sein.

      und jetzt? Ich denke es ist wichtig realistisch zu bleiben. Die Situation, welche du beschreibst, stellt nun mal eine Extreme dar. Deshalb würd ich mir wünschen: Weg von Massentierhaltung, hin zu Bio-Höfen. Dadurch würde einen großer Schritt gemacht werden. Dort würden Kühe möglichst naturgerecht leben (wie du beschrieben hast).
      Der Verzehr der Milch und des Fleisches ist natürlich jedem selbst überlassen.

      Kühe in natürlichen Gebieten, mit artgerechter Haltung sind denke ich ein realistischer Kompromiss…denn Mich und Fleisch wird auch in 100 Jahren noch konsumiert werden, denke ich
      Dem Punkt, Tier Höfe zu besuchen kann ich nur zustimmen! Denn nur Informationen aus 2. Hand ist eben nicht immer die Wahrheit. Egal ob Massenzucht oder Bio-Höfe: ein persönlicher Eindruck hilft sehr bei der Urteilsfindung weiter.

      Ich finde jeder darf anhand eigener Erfahrungen und Informationen entscheiden, zu welcher Ernährung es sich am Ende entscheidet. Wenn tierische Produkte, dann regional, Bio und hochwertig. Alles andere ist scheiße!

      Make a vegan change!
      Nikolai Weidner

      Ps: dank meinem Internet durfte ich deine Antwort 2x schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.