Wie Judith Riemer durch ein Buch ihr komplettes Leben veränderte [Veganview]

Unglücklich? Unzufrieden? Du willst mehr aus deinem kompletten Leben machen? Dann krieg deinen Arsch hoch und mach es einfach! Und wenn dir das nicht reicht, dann lass dir im heutigen Veganview von Judith Riemer ein großes Motivations-Paket für deinen Start geben!

„Es ist nicht von Bedeutung, wie langsam du gehst, solange du nicht stehen bleibst.“
– Konfuzius

Judith startete mit einem Buch in ein veganes Läufer-Leben durch! Zusätzlich verrät sie dir

  • wie du trotz scheiß Wetter laufen gehen kannst. Ausreden adé!
  • wie du am besten in dein pflanziches Leben durchstartest. Hürden!? Niemals!
  • welche Routinen dir das vegane Leben mit Abwechslung und Sicherheit verfeinern. Arbeiten lassen 😀
  • welche Auswirkungen die Qualität und Art deines Essens auf deinen ganzen Körper hat

Let´s go: Veganview mit Judith Riemer

1. Nikolai: Du beschreibst auf deinen Blog sehr detailliert deinen Weg von Gewichtsschwankungen hin zur Läuferin. Erstmal Anerkennung von mir, dass du 2012 dein Leben so positiv verändert hast. Du nennst den 1.April als den „Tag der Veränderung“ in deinem Kopf.

Was war die größte Schwierigkeit die Vorstellung von dir als Läuferin in die Tat umzusetzen? Und wie hast du dieses Hindernis genommen?

Judith: Rauszugehen und zu laufen, auch wenn es regnet oder schneit. Oder windet. Oder kalt war. Oder, oder, oder … das Wetter war schon so ein Thema zu Beginn. Dann hab ich mir überlegt, was ich brauche, um mich trotz des unangenehmen Wetters wohlzufühlen, wenn ich draußen war.

Also habe ich eingekauft und mir Klamotten besorgt, die dem Wetter trotzten. Bei meinen ersten Regenläufen war ich von oben bis unten so eingepackt, dass mich quasi kein einziges Regentröpfchen erwischte, haha! Das gab’s dann einfach keine Ausrede mehr.

Judith Riemer - Regen + Laufen

2. Nikolai: Mit dem Wandel zur Läuferin, hast du dich ja für die vegane Ernährung entschieden.
Was war der Grund für dich in ein pflanzliches Leben zu starten?Judith Riemer - Peace Food - Rüdiger Dahlke

Judith: Der Auslöser war das Buch „Peacefood“ von Dr. Rüdiger Dahlke*. Nach der Lektüre war für mich glasklar, dass das meine Ernährung sein muss.

3. Nikolai: Gerade am Anfang stellt die vegane Ernährung für einige große Hürden dar. Du selbst beschreibst, dass du von Brötchen und co. gelebt hast.
Welchen Tipp kannst du Anfänger geben, welche sich für die pflanzliche Ernährung interessieren?

Judith: Heute ist das viel einfacher als noch vor 4 – 5 Jahren. Es gibt inzwischen so viele tolle Blogs und Kochbücher.

Mein Tipp wäre: Sei neugierig und lass dich drauf ein! Mach die Türen weit auf für neue Genüsse, statt dem Gewohnten hinterher zu trauern. Besorg dir Kochbücher, lies Blogs und geh auf die Pirsch. Es gibt so viel zu entdecken!

4. Nikolai: Für dich war die bewusste Entscheidung, Läuferin zu werden, der Startschuss in ein neues Leben. Zusätzlich beschäftigst du dich auf deinen Blog auch viel mit der geistigen Einstellung dazu.
Was empfiehlst du, um von dem reinen Traum / der Vorstellung ins handeln zu kommen? Und wie bleibt man an seiner Vorstellung und deren Umsetzung dran?

Judith: Diese Frage lässt sich mit 2 Worten beantworten: Einfach machen. Das ist doppeldeutig und auch genauso gedacht. Zum einen:
Mach es einfach (ohne lange nachzudenken) und zum anderen bedeutet es:
Mach es (dir) einfach.
Keine komplizierten Pläne und Ernährungsrichtlinien.Judith Riemer - Weg + Ziel

Es ist wichtig, ein Ziel im Kopf (und im Herzen) zu haben. Am besten ein ganz großes, das dir Schmetterlinge im Bauch macht – egal wie weit weg es noch ist. Auf dem Weg dorthin steckst du dir viele, kleine Zwischenziele, die du schaffen kannst.
Aber wichtig ist, dass dir dieses große Ziel so wichtig ist, dass es dich wirklich beflügelt.

5. Nikolai: Mittlerweile teilst du deine Erfahrungen neben Blog-Artikeln auch in Online-Kursen, Seminaren und Vorträgen.
In wie weit hat deine Veränderung körperlicher Seite, deine berufliche Laufbahn beeinflusst?

Judith: Die Veränderung hat sich auf mein ganzes Leben ausgewirkt. Ich wurde aktiver und selbstbewusster, habe mit 34 Jahren mein Abitur nachgeholt und mir dadurch den Weg zu einem Studium ermöglicht.Judith Riemer - Ausbildung

Ich habe mich selbständig gemacht und arbeite inzwischen so, wie ich wirklich Spaß dran habe. Teils online, teils vor Ort mit meinen Kunden. Das wäre vorher nicht möglich gewesen, das hätte ich mir damals gar nicht zugetraut. Jetzt schon!

6. Nikolai: Das eigene soziale Umfeld kann bei einer sehr starken Veränderung wie deiner Fluch oder Segen sein.
Wie waren die Reaktionen auf dein Ziel und die damit verbunden Umsetzung? Wie bist du mit positiver und auch negativer Kritik umgegangen?

Judith: Ich hatte immer viel positive Unterstützung. Es gab kaum jemanden, der mir Steine in den Weg legen wollte. Vermutlich dachten die meisten gar nicht, dass ich wirklich schaffen würde, was ich mir vorgenommen hatte, haha!

Zu Beginn gab es mal den ein oder anderen kritischen Kommentar. Je nachdem habe ich den Kontakt zu den betreffenden Personen einfach für eine Weile gemieden.

7. Nikolai: Du hast dich ja selbst von einer nicht-Köchin zu selbst kochen und kreativen Rezepte nutzen gewandelt.
Was war für dich der größte Misserfolg bezogen auf deine Kocherlebnisse? Und wie hast du diese Situation gerettet?

Judith: Hm – so einen richtigen Misserfolg in der Küche gab es eigentlich nie. Ich glaube, wenn du nur gute Zutaten verwendest, dann ist das Ergebnis auch (fast) immer gut.

Ansonsten helfen gute Gewürze und notfalls ein Plan-B-Rezept. Das ist bei mir z. B. Tomatensoße mit angebratenen Zwiebeln und Oliven. Das passt zu Reis, Kartoffeln oder Nudeln und ist in 10 Minuten fertig gekocht.

8. Nikolai: Funfrage: Wenn du eine Pflanze wärst, welche würdest du dann sein?Judith Riemer - Sonnenblume

Judith: Eine Sonnenblume 🙂

9. Nikolai: Routinen helfen mir selbst immer, gewisse Dinge einfach zu tun, ohne groß darüber nachzudenken. Dass kann natürlich positiv wie negativ sein.
Welche Routinen erleichtern dir deinen veganen Alltag?

Judith: Da fällt mir spontan meine Gemüsekiste ein, die ich abonniert habe. Jeden Mittwoch bekomme ich eine Demeter-Biogemüsekiste mit verschiedenen Sorten. Jede Woche eine Überraschung.

Ansonsten habe ich inzwischen so eine Art „fixe Vorratshaltung“, wo ich Bestände jede Woche im DM wieder auffüllen. Dort bekomme ich die meisten meiner trockenen/ nicht frischen Lebensmittel. So hab ich immer alles zuhause zum Kochen.

10. Nikolai: Ein Glas Wasser wir zu 50 % mit Wasser gefüllt. Ist das Glas für dich halb voll oder halb leer?

Judith: Weder noch. Es ist ein Glas mit Wasser.

11. Nikolai: Du selbst hast dir durch den Start als Läuferin ein ganz neues Bewusstsein für Ernährung geschaffen.
Was bedeutet für dich heute gesunde Ernährung? Und wie wichtig ist die geistige Haltung zum Essen für dich dabei?

Judith: Gesunde Ernährung und Essen sind wichtige Themen für mich. Ich liebe es, zu essen. Hier ist mein Lernprozess noch lange nicht abgeschlossen. Aber inzwischen weiß ich, dass Essen weit mehr ist als nur eine schöne Beschäftigung, um den knurrenden Magen ruhig zu stellen (wenn man überhaupt so lange wartet).

Es ist Treibstoff für den Körper und je besser ich mich füttere (je besser die Qualität der Nahrung), desto besser funktioniert mein Körper. Gutes Essen macht mich zufrieden und ruhig. Anderes Essen wühlt mich auf und macht mich unruhig. Alleine diesen Unterschied zu bemerken, ist ein Geschenk.

12. Nikolai: Du begegnest eine Fee. Du hast einen Wunsch frei.
Was wäre eine Sache, die du in der Welt sofort ändern würdest?

Judith: Oh, eine schwierige Frage. Vielleicht würde ich mir wünschen, dass die Menschen einen Tag lang die Tiere dieser Welt so sehen, wie ich sie sehe.

13. Nikolai: Über deine Veränderung und den Lauf-Start hast du das Buch „Turtlerunners Trainingsbuch“ geschrieben.
Welche Bedeutung hat das Buch für dich, bezogen auf deine positive Veränderung und den Prozess der letzten Jahre?Turtlerunners Trainingsbuch - Judith Riemer

Judith: Das Buch ist für mich eine Art Essenz aus meinen ersten drei Jahren der Veränderung. Für mich ist es mein Wissen-Schatz an Erfahrungen, den ich weitergeben möchte. Gleichzeitig ist es eine Art „Erlaubnisgeber“ anders an das Thema Laufen rangehen zu dürfen, als es alle anderen Laufbücher tun.

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Durch ein Buch zur veganen „Turtel-Runnerin“

  • Statte dich mit guter Kleidung aus und lass schlechtes Wetter nie wieder eine Ausrede sein. Lauf einfach los!
  • Hole dir das Buch „Peacefood“ von Dr. Rüdiger Dahlke. Erst lesen, dann urteilen.
  • Starttipp Nr. 1: Mach es einfach und maches es dir einfach!
  • Meide den Kontakt zu negativen Menschen und gehe deinen Weg!
  • Erkenne bzw. fühle die Auswirkungen von schlechter und guter Nahrung auf deinen gesamten Körper
  • Mit dem Buch „Turtlerunners“ bekommst du 3 Jahre vegane Lauf-Reise mal anders serviert.

Judith Riemer – laufbegeistere Autorin, Veganerin, zufällige Bloggerin und MotivationstrainiernJudith Riemer - Verwandlung

Judith Riemer ist Bloggerin per Zufall, Buchautorin mit voller Absicht und arbeitet als Texterin, Vortragsrednerin und Motivationstrainerin freiberuflich in Vorarlberg am Bodensee.

2012 stellte sie ihr Leben komplett auf den Kopf und entschied sich, ab sofort gesund & aktiv zu leben.
Sie wurde von der Couchpotato zur Langsamläuferin, von der Allesesserin zur Grünzeug-Genießerin, warf nebenher rund 30 Kilo Übergewicht ab und motivierte ihre Fangemeinde auf Facebook und ihrem Blog, sie auf diesem Weg zu begleiten.

Mehr zu finden über Judith gibt es auf folgenden Seiten:

„Viel hat erfahren der Mensch, seit ein Gespräch wir sind und hören können voneinander.“
– Friedrich Hölderlin

Deshalb danke ich dir, Judith, sehr für deine Tipps und Tricks rund um das Thema veganes Leben und Motivation / Hürden im Altag. Ich hoffe auch du, lieber Leser, konntest für dein Leben einige Punkt mitnehmen.

Deshalb lass doch ein kurzes Feedback da, ob auch du als vegane(r) Läufer(in) nun durchstarten kannst?
Oder hast du noch weiterführende Fragn zu einem bestimmten Thema? Wir freuen uns auf deinen Kommentar. Werde Teil des Veganviews 😉

Make a vegan change!

Nikolai Weidner


Bildquellen:

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